Grenz- und Richtwerte für Kreislaufwasser offener Kühlkreisläufe

Um Ablagerungen und Korrosion in Kühlkreisläufen zu vermeiden, sind bestimmte Grenz- und Richtwerte im Kreislaufwasser einzuhalten. Maßgeblich dafür sind vorrangig die Angaben des jeweiligen Herstellers. In der Praxis orientieren sich diese oft an der VDI-Richtlinie "VDI 3803: Zentrale raumlufttechnische Anlagen - Bauliche und technische Anforderungen".

Die unten genannten Grenz- und Richtwerte sind angelehnt an VDI 3803.

Der Eindickungsfaktor des Kreislaufwassers berechnet sich aus der Verdunstungsmenge und der Absalzung. Abgesalzt wird üblicherweise abhängig von der Leitfähigkeit, wobei keiner der angegebenen Grenzwerte überschritten werden darf. Die zulässige Eindickung ergibt sich entsprechend aus den Grenzwerten für das Kreislaufwasser, und hängt damit von der Qualität des Zusatzwassers und entsprechend der Zusatzwasseraufbereitung ab. Ökonomisch sinnvoll ist normalerweise eine 3 ... 5-fache Eindickung.

Material der Wandungen und Rohrleitungen C-Stahl, Buntmetalle C-Stahl, Kunststoffe Edelstahl
Messgröße Einheit
pH-Wert   7,5 ... 8,5
Salzgehalt mg/l < 1800 < 2100 < 2500
Leitfähigkeit μS/cm < 2200 < 2500 < 3000
Calcium mg/l > 20 > 20 -
Summe Erdalkalien
(ohne Härtestabilisator-Dosierung)
mmol/l ≥ 0,5
Säurekapazität KS 4,3
(ohne Härtestabilisator-Dosierung)
mmol/l < 2,0
Säurekapazität KS 4,3
(bei Dosierung von Polyphosphat)
mmol/l < 3,5
Säurekapazität KS 4,3
(bei Dosierung von Organophosphat)
mmol/l < 7,0
Chlorid mg/l < 200 < 250 < 400
Sulfat mg/l < 325 < 400 < 600
Eisen mg/l < 0,1
Mangan mg/l < 0,1
Kupfer mg/l < 0,5
Oxidierbarkeit Mn VII - II mg/l < 25

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